Menu Content/Inhalt
Startseite arrow Presseinformationen arrow Stipendienprogramm steht weiter aus
Stipendienprogramm steht weiter aus
22.06.2006

Martin Sand, Senator der Uni und Sprecher der Juso-Hochschulgruppe, fordert die zügige Einrichtung eines breiten Stipendienprogramms im Saarland:
„Mittlerweile steht die Einführung von Studiengebühren leider vor der Tür, aber es gibt noch keinen Ansatz, wie ein Stipendiensystem organisiert werden könnte, das diesen Namen auch wirklich verdient“, sagte der Senator. Sand wies darauf hin, dass der Studiengebühren-Gesetzesentwurf der Landesregierung zwar den Begriff „Stipendien“ enthalte, damit aber lediglich Befreiungen von der Studiengebühr gemeint seien. Unter Stipendien verstehe man aber einen monatlichen Betrag, der an Studierende ausbezahlt werde, und der über den reinen Erlass von neu eingeführten Studiengebühren hinausgehe.

„Fakt ist, dass alle Studierenden ab dem Wintersemester 2007/08 zahlen sollen; nur wenige davon aber bekommen ein wirkliches Stipendium. Es handelt sich dabei nur um diejenigen, die von Stiftungen und ähnlichen Einrichtungen gefördert werden“, so der Senator. Nach seiner Ansicht ist deren Förderquote – sie liege bei 0,,5 bis ein Prozent der Studierenden – zu gering, um wirklich eine ausreichende Zahl von Studierenden zu erreichen. „Hier ist das Land in der Pflicht, ein Programm aufzulegen. Dabei könnte es mit der regionalen Wirtschaft zusammenarbeiten“, sagte Sand. Eine ausgeweitetes Stipendienprogramm sei eine Voraussetzung dafür, dass auch Studierende mit weniger Geld die Möglichkeit bekämen, überhaupt zu studieren. So könnten zumindest die schlimmsten Folgen der Gebühreneinführung etwas abgemildert werden.