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Jusos fordern mehr Uni-Autonomie bei der Präsidentenwahl
10.07.2006

Die Juso-Hochschulgruppe fordert eine Reform des Universitätsgesetzes, um das Wahlverfahren zur Uni-Präsidentschaft zukünftig zu vereinfachen. „Die Erfordernis, dass der Wahlvorgang in zwei Gremien stattfindet und dort gleiche Ergebnisse erzielt werden müssen, macht das Ganze sehr umständlich.
Problematisch ist vor allem, dass das Ministerium entscheidet, falls Senat und Uni-Rat unterschiedlich votieren“, führt Juso-Sprecher Martin Sand aus.

Nach seiner Ansicht liegt darin ein systematischer Fehler des Gesetzes, der die dort angeblich verfolgte Autonomie der Hochschule konterkariert. „Einerseits gibt das Land Bereiche in die Hand der Uni, die diese nur sehr schwierig bewältigen kann und die besser beim Land geblieben wären, andererseits wird bei der zentralen Personalfrage die Eigenständigkeit der Hochschule erheblich eingeschränkt. Dies ist ein falscher Weg“, sagt Sand.
Er schlägt vor, dass die Wahl des Präsidenten zukünftig nur durch den Senat nach Anhörung des Uni-Rates erfolgen soll. Die Entscheidung des Landes könne dann entfallen.