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Gebühreneinführung strategischer Fehler
12.07.2006

Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) hat die Einführung von Studiengebühren im Saarland als „historischen Fehler“ bezeichnet. Juso-Sprecher Martin Sand sagte, dass die Gebühren für das Land strategisch nur Nachteile bringen.
„Das Saarland verliert dadurch Studierende, das Ziel müsste aber genau umgekehrt sein“, so Martin Sand. Nach Ansicht der Jusos sollte die Regierung eine Strategie verfolgen, mit der sich eine Erhöhung der Studierendenzahl im Vergleich zu anderen Bundesländern auszahle.

Eine Möglichkeit sei dabei das Modell des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Zöllner (SPD), der vorgeschlagen hat, dass die Länder, die Studierende aus anderen Bundesländern ausbilden, eine Ausgleichszahlung bekommen. „Dann gibt es auch einen finanziellen Anreiz, mit der jeweiligen Hochschullandschaft zu expandieren“, so der Juso-Sprecher. Aus der saarländischen Perspektive jedenfalls sei es falsch, dem Vorbild Baden-Württembergs zu folgen, obwohl die strukturellen Voraussetzungen vollkommen anders sind.