| Saar-Uni beschließt Gebührenordnung |
| 21.07.2006 | |
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Der Senat der Universität des Saarlandes hat mit Mehrheit die Ordnung zur Einführung genereller Studiengebühren beschlossen. Nach Ansicht von Uni-Senator Martin Sand, der gegen die Vorlage gestimmt hat, geht die Gebühreneinführung in die falsche Richtung. „Nur um eine Schein-Autonomie der Uni zu wahren wurde jetzt vom Senat eine Gebührenordnung beschlossen, die den Vorgaben der Landesregierung entspricht. Es wäre besser gewesen, man hätte diese Frage ganz dem Landesgesetzgeber überlassen. Damit wäre auch klar, wer die politische Verantwortung für diese Fehlentscheidung trägt“, so Martin Sand. Der Juso-Sprecher kritisierte, dass Gebühren den Zugang zu einem Studium erschwerten und viele Studierende aus dem Land vertreiben. Auch die nun beschlossene Ordnung brächte keine Verbesserung. Hauptkritikpunkt an dem Papier ist, dass aus den Einnahmen kaum Mittel für innovative Projekte der Uni zur Verfügung stehen werden, sondern die Gelder ohne strategische Planung dezentral verteilt werden sollen. „Hier müssten selbst die Gebührenbefürworter erkennen, dass ein derartiges System nur wenig effizient ist“, so der Senator. „Äußerst umständlich“ seien zudem die Regelungen, wie die Entscheidung über die Gebührenverteilung in den Fakultäten erfolgen soll. Hier soll neben den Fachrichtungen eine weitere Verteilungsebene geben. „Praktisch führt dies dann dazu, dass viele Stellen jeweils wenig Geld verteilen können“, sagt Martin Sand. Weiterhin seien die Befreiungsmöglichkeiten für Studierende nicht ausreichend, und es fehle nach wie vor ein echtes Stipendiensystem. |
