| Jusos wollen Lehrerbildung neu organisieren |
| 22.10.2006 | |
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Positive Effekte auch für die Schulentwicklung im Saarland Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) fordert eine Neuorganisation der Lehrerbildung an der Saar-Uni: „Es geht darum, den Praxisbezug des Studiums zu stärken und zugleich die Forschung schulbezogener auszurichten“, sagt Juso-Sprecher Martin Sand, der auch dem Senat der Uni angehört. Gestärkt werden soll nach den Vorstellungen der Jusos das Zentrum für Lehrerbildung, das zukünftig auch Forschung betreiben soll. Das Zentrum, die Fachdidaktiken der einzelnen Fächer so wie die Fachrichtungen Erziehungswissenschaft und Psychologie sollen in einer Fakultät angesiedelt werden. Die neue „Fakultät für Psychologie und Pädagogik“ sollte dann neben dem Studiengang Psychologie auch die Lehramts-Studiengänge verantworten. Um dem Bereich der Schulforschung mehr Rechnung zu tragen, soll die Erziehungswissenschaft stärker schulpädagogisch orientiert und eng mit den Fachdidaktiken vernetzt werden. Durch die ebenfalls neue Zusammenarbeit mit der Psychologie sollen deren Kompetenzen für die Lehrerbildung mehr genutzt werden. „Wir erhoffen uns davon einen deutlichen Schub für das Lehramt-Studium“, sagt Sand. Um einen Brückenschlag zwischen Schulforschung, Schulentwicklung und Praxis zu schaffen, schlagen die Jusos vor, eine der weiterführenden Schulen in Saarbrücker nach dem Vorbild der Bielefelder Laborschule zu einer Versuchsschule umzuwandeln, die von der Uni wissenschaftlich begleitet wird. Dort sollten dann Erkenntnisse der Forschung in der Praxis angewandt werden. Die Versuchsschule sollte die Schulentwicklung im Saarland befördern, da die dort gewonnenen Erkenntnisse auch in anderen Schulen genutzt werden sollen. Zudem könnten Initiativen zur Reformpädagogik auch überregional Beachtung finden. |
