| Studieren besser finanzieren |
Durch die Einführung allgemeiner Studiengebühren verändern sich die finanziellen Rahmenbedingungen der Hochschulausbildung dramatisch. Schon jetzt müssen laut der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks fast 70 Prozent der Studierenden jobben, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Zugleich gibt es beim Hochschulzugang bereits ohne Studiengebühren eine soziale Schieflage: Der Anteil der Studierenden, die aus Elternhäusern mit niedrigerem Einkommen stammen, ist unterproportional gering. Andererseits erfordern die zunehmend differenzierte Gesellschaft und ein sich rasch wandelnder Arbeitsmarkt eine deutlich höhere Anzahl von Hochschulabsolventen. Die Juso-Hochschulgruppe hält daher eine weitergehende Reform des Bildungswesens für erforderlich, zu der eine verstärkte Förderung im Kindergarten ebenso wie im Schulwesen gehört. Auf diese Weise soll der Anteil der Hochschulzugangsberechtigten erhöht werden. Im Bereich der Universität plädieren wir für weitere Verbesserungen und Vereinfachungen beim BAföG soweit eine deutliche Ausweitung des Angebots an Stipendien. Wir fordern ein Stipendienprogramm, das von der Landesregierung, der saarländischen Wirtschaft und den Hochschulen aufgelegt und durchgeführt wird, und das mit 7,2 Millionen Euro ausgestattet werden soll. So wäre es möglich, in einem ersten Schritt etwa zehn Prozent der saarländischen Studierenden eine finanzielle Förderung in Höhe von 400 Euro monatlich zukommen zu lassen. |
