Menu Content/Inhalt
Startseite arrow Presseinformationen arrow Studienanfänger-Zahl muss steigen!
Studienanfänger-Zahl muss steigen!
30.11.2006

Als „bedauerlich“ und „sehr ernüchternd“ hat die Juso-Hochschulgruppe
(Juso-HSG) die neue Studentenstatistik des Statistischen Bundesamtes bezeichnet. „2,5 % weniger Studienanfänger an der Universität im Saarland machen deutlich, dass Meldungen, die bevorstehende Einführung von Studiengebühren hätte keine Auswirkungen, voreilig waren“, sagt Juso-Sprecher Martin Sand. Zwar sei der Rückgang um ein Prozent geringer als im Bundesschnitt, doch sei dies wenig tröstlich: „Im Saarland ist der Anteil der Studienanfänger ohnehin seit Jahren zu niedrig; wir bräuchten also einen überproportionalen Anstieg der Anfängerzahl und nicht eine Senkung“, sagt Sand, der auch dem Senat der Saar-Uni angehört.

Interessant sei, dass im gebührenfreien Rheinland-Pfalz die Zahl der Erstsemester an Universitäten um vier Prozent angestiegen sei. Damit lege das von „Gebührenländern umzingelte Land“ deutlich zu. „Alles in allem sind die Zahlen weder im Saarland noch bundesweit sehr günstig“, erklärt der Senator. Gerade an der Saar müsse man versuchen, diesen Trend umzudrehen.

„Wenn es uns gelingen würde, mehr junge Menschen für ein Studium hier zu gewinnen und sie nach Studien-Ende auch im Saarland zu halten, wäre dies für die wirtschaftliche Entwicklung ein großer Vorteil“, erläutert Sand. Um den Zugang zur Uni zu erleichtern, fordern die Juso unter anderem ein gemeinsames Stipendienprogramm von Wirtschaft, Land und Uni. Darüber hinaus müsste die Aufnahmekapazität in einigen Fachrichtungen durch eine stärkere Finanzierung erhöht werden.