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Studienreform an der Saar-Uni: Jusos fordern Nachbesserungen beim Lehramt
11.05.2007

Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) fordert Nachbesserungen bei der neuen Struktur der Lehramts-Studiengänge an der Saar-Uni. Grund: Die Regelstudienzeiten verlängern sich um ein Semester, und die Lehramts-Studenten können keinen Bachelor-Abschluss erwerben: „Da die Lehrerbildung nicht auf Bachelor und Master umgestellt wird, bekommen etwa die Studierenden für das Lehramt an Gymnasien erst nach zehn Semestern einen ersten Abschluss. Dabei handelt es sich dann auch lediglich um das erste Staatsexamen, was bedeutet, dass die Studierenden anschließend noch zwei Jahre Referendariat vor sich haben, bevor sie richtig in den Beruf starten können. Ein Bachelor-Student hingegen bekommt bereits nach sechs Semestern einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss und nach zehn Semestern mit dem Master bereits das zweite Abschlusszeugnis“, erläutert Juso-Sprecher Martin Sand, zugleich Senator der Uni, das Problem. Die Jusos fordern daher, dass die Lehramts-Studierenden auch einen Bachelor-Abschluss nach sechs Semestern erwerben können. Dann könnten sie sich auch noch für einen anderen Master entscheiden. „Die vorgeschlagene Neuregelung ist nicht zielführend“, ergänzt Fabio Angulo Contreras von den Jusos.

Perspektivisch soll nach den Vorstellungen der Jusos die Lehrerbildung weitergehend reformiert werden. Unter anderem schlägt die Hochschulgruppe einen höheren Anteil der Fachdidaktik vor. Weiterhin sollen die Kompetenzen in einer Fakultät für Pädagogik und Psychologie gebündelt werden.