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Erste Reaktion zu DSW-Sozialerhebung: Soziale Schieflage im Bildungswesen
19.06.2007

Die Juso-Hochschulgruppe beklagt eine deutliche soziale Schieflage im Hochschulwesen. In einer ersten Reaktion auf die heute (Dienstag, 19. Juni 2007) veröffentlichte Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) erklärte Juso-Sprecher Martin Sand: „Nach wie vor gibt es eine erhebliche soziale Schieflage beim Zugang zum Studium. Vor allem Kinder, deren Eltern keine akademische Ausbildung haben, entscheiden sich oft gegen einen Hochschulbesuch. Die ökonomisch dringend gebotene Erhöhung der Studierendenzahlen kann nur gelingen, wenn wir auch finanzschwächere Schulabsolventen für ein Studium begeistern können.“ Sand wies weiter darauf hin, dass nach den aktuellen Zahlen des Studentenwerkes 40 % der Studierenden ihre finanzielle Lage als unsicher bewerten. „Das wird mit den nun im Saarland eingeführten Studiengebühren sicher nicht besser“, so der Juso-Sprecher.

Insgesamt sei das System der Studienfinanzierung immer noch sehr unbefriedigend. Eine eher stockende Entwicklung beim BAföG und ein kaum vorhandenes Stipendiensystem stellten den akademischen Nachwuchs vor erhebliche Probleme. Im Saarland bestehe angesichts der unterdurchschnittlichen Studierquote sogar noch ein erhöhter Handlungsbedarf. Neben einem Stipendiensystem seien aber auch Reformen in der frühkindlichen Bildung erforderlich, um Kinder aus so genannten „bildungsfernen“ Schichten von Anfang an eine bessere Ausbildung als bisher zu ermöglichen.