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Stipendien lassen auf sich warten - Auch nach zwei Gebührensemestern keine Lösung in Sicht
04.04.2008

Die Juso-Hochschulgruppe kritisiert, dass es im Saarland nach wie vor kein ausreichendes Stipendiensystem gibt. "Die Studierenden mussten jetzt schon zum zweiten Mal 500,00 Euro Studiengebühren bezahlen, aber es fehlt immer noch das bei der Einführung versprochene Stipendiensystem", informiert Juso-Sprecher Martin Sand.

Derzeit bestehe nur für wenige Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, sich von der Gebühr befreien zu lassen, und das werde dann "Stipendium" genannt. "Unter Stipendium versteht man allgemein aber etwas anderes, nämlich eine Förderung zu den Studien- und Lebenshaltungskosten während des Studiums im Umfang von ca. 600,00 Euro im Monat", erklärt der Juso-Sprecher. Zurzeit gebe es echte Stipendien nur von wenigen Stiftungen, etwa aus dem politischen oder kirchlichen Bereich. Dies förderten aber nur etwa ein bis zwei Prozent der Studierenden. Nach Ansicht der Jusos ist das Fehlen eines Stipendiensystems ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Gebühren nicht durchdacht sind. "Zuerst wurde die Campusmaut beschlossen, nun macht man sich über die Folgen keine Gedanken mehr", sagt Martin Sand.

Die Jusos fordern daher vom Land konkrete Maßnahmen, um Stipendien einzurichten, etwa mit Hilfe der Wirtschaft. So könne der Rückgang der Studierendenzahlen etwa gebremst und mehr Studierende ins Saarland gelockt werden. Nach Ansicht der Jusos zeigen sich immer mehr die von ihnen befürchteten Schwachstellen der Studiengebühren. Deren Abschaffung wäre daher weiter die beste Lösung, so die Hochschulgruppe.