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Wahlprogramm Tobias Kirschner

Direktkandidat für die Philosophischen Fakultäten

Tobias KirschnerStudiengang: Wirtschaft und Recht; Interkulturelle Kommunikation

 

Bauliche Maßnahmen beschleunigen

Die Lärmbelästigung im Gebäude B 4.1 ist nicht vertretbar. Die Lehre muss gegenüber allen baulichen Maßnahmen Vorrang haben. Es darf nicht sein, dass die Konzentration und Lehrmöglichkeiten derart eingeschränkt sind, wie es derzeit der Fall ist. Hauptbauphasen dürfen nicht in die Zeit von 10 bis 16 Uhr fallen. Zudem muss die Bestückung der Räume garantiert werden. Ein Hörsaal ohne Beamer, Diaprojektor und Tafel ist wertlos und kann nicht genutzt werden. Eine Befragung der Studenten über Art und Zeitpunkt der Belästigung soll die Bauleitung auf ihre Fehler aufmerksam machen. Die baulichen Maßnahmen müssen möglichst zeitnah abgeschlossen werden.

Kulturarbeit auf dem Campus fördern

Als Kulturreferent im AStA kenne ich sämtliche Akteure auf dem Campus. Die Kulturarbeit unterliegt allerdings einem ständigen Wechsel, je nach Engagement der Studenten. Eine zentrale Anlaufstelle für Kulturinteressierte und Kulturschaffende ist ein klares Ziel meiner Arbeit. Mit einem Raum für Kultur im geplanten Campuscenter besteht nun eine Chance Kulturarbeit zu vernetzen und zu professionalisieren. Für Studenten muss ein konstanter Informationspunkt geschaffen werden, der Kontakte auf dem Campus vernetzt und Kontakte zu kulturellen Einrichtungen in der Stadt ermöglicht. Ich befinde mich hierzu im ständigen Austausch mit der Universitätsleitung und werde auch weiterhin den Standpunkt vertreten, dass Kultur ein wesentlicher Aspekt für die Lebens und Arbeitsqualität an der Universität darstellt.

Europa-Profil ausbauen

Saarbrücken liegt im Herzen Europas. Viele ausländische Studenten und deutsche Studenten mit Fremdsprachenkenntnissen bereichern das universitäre Leben und sind ein Aushängeschild für die Universität. Das Sprachenzentrum muss deshalb gestärkt und ausgebaut werden. Die Universität muss sich auf internationale Studiengänge mit dem Schwerpunkt Europa konzentrieren und sich ein klares Profil als europäische Universität geben. Eine Einrichtung eines fakultätsübergreifenden Europazentrums als Informationsbörse für Studenten ist ein zentrales Ziel der Juso-Hochschulgruppe. Vor allem ein europabezogenes Studienangebot für den Optionalbereich der Bachelor-Master-Studiengänge unterstütze ich in meiner Gremienarbeit.

Universität aufwerten

Die Einrichtung eines umfassenden Service und Beratungszentrums für Studierende ist mir ein zentrales Anliegen. Mit Studiengebühren sind Studenten Kunden ihres Ausbildungsplatzes und haben Anspruch auf eine professionelle Beratung, sei es von universitärer Seite oder von Seiten der Dozenten. Das künftige Servicezentrum soll daher neben Studierendensekretariat und Studienzentrum auch das Kartenbüro, das Akademische Auslandsamt (International Office), die Jobvermittlung der Agentur für Arbeit sowie eine Beratungsstelle zu Fragen der Studienfinanzierung enthalten. Somit vereinfacht es die Informationssuche und überflüssige Wege werden abgekürzt. Dozenten müssen vor allem in ihren Sprechstundenzeiten klar machen, dass sie der Lehre vor der Forschung den Vorrang geben.

Studiengebühren abschaffen

Ich bin auch weiterhin für ein gebührenfreies Studium und halte die Einführung von Studiengebühren an der Universität des Saarlandes für einen Fehler. Höhere soziale Hürden schaden dem Hochschulstandort. Die Universität hat seit der Einführung bereits an Attraktivität eingebüsst und verliert im nationalen Wettbewerb an Bedeutung. Die studentische Mitbestimmung über die Verwendung der Studiengebühren ist bundesweit einzigartig und weitreichend. Trotzdem muss weiterhin darauf geachtet werden, dass eine nachvollziehbare, nachhaltige und qualitativ hochwertige Verbesserungen der Lehrqualität in allen Fächern erreicht wird. Die Finanzierung der Studiengebühren durch günstige Studienkredite und die Ausweitung der Befreiungsregelungen unterstütze ich auch weiterhin.

Parkgebühren abschaffen

Die Einführung von Parkgebühren kurz nach der Einführung von Studiengebühren halte ich für nicht vertretbar. Unklare und schwankende Regelungen der Universitätsleitung haben die Mobilität der Studenten eingeschränkt. Wir haben erreicht, dass es eine weitgehende und ausbaubare Befreiungsregelung gibt. Diese muss von der Universität noch klarer kommuniziert werden. Es kann auch nicht sein, dass Studenten aus Kaiserslautern und Trier nicht unter die Postleitzahlenregelung fallen, weil sie zu weit entfernt wohnen. Wir werden auf eine Ausweitung der parkgebührfreien Zeiten bestehen und versuchen sämtlichen Studenten, die auf ihr Auto angewiesen sind, die kostenlose Benutzung der Parkplätze zu garantieren.

Busverbindungen erweitern

Neben den Parkgebühren ist die Situation der öffentlichen Verkehrsmittel ein Problempunkt der Universität. Überfüllte Busse und unregelmäßige Abfahrtszeiten sind bei einer gleichzeitigen Einführung von Parkgebühren ein Unding. Langfristig muss die Anbindung der Universität an die Stadt besser koordiniert werden, auch wenn kein Geld für zusätzliche Busse oder eine zweite Saarbahnlinie vorhanden ist. Das Semesterticket ist im vergleich zu anderen deutschen Universitäten ausbaubar. Zumindest Kaiserslautern und Trier, sowie grenzüberschreitend Metz und Luxemburg sollten erreichbar sein, ohne die Kosten zu erhöhen.