| Jusos fordern zusätzliche Studiengänge an der Saar-Uni |
| 16.06.2008 | |
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Die Juso-Hochschulgruppe fordert die Einrichtung zusätzlicher Studiengänge an der Saar-Uni. "An der Uni gibt es zurzeit zu wenige Studiengänge mit einem so genannten Alleinstellungsmerkmal", erklärt Juso-Sprecher Martin Sand die Situation. Nach Ansicht der Jusos hat die Hochschule die Umstellung auf das Bachelor/Master-System bislang zu wenig genutzt, um Innovationen voranzubringen. Unterm Strich könnten Studienanfänger jetzt eher unter weniger Fächern als früher wählen, zudem sei das Studienangebot in vielen Bereichen dem anderer Hochschulen sehr ähnlich. "Es geht darum, dass wir zusätzlich Studiengänge schaffen müssen, mit denen wir überregional und international punkten", so Martin Sand. Gelungene Beispiele hierfür seien etwa die Interkulturelle Kommunikation, die Historisch Orientierten Kulturwissenschaften, die deutsch/französische Juristenausbildung und die Informatik. Nach Ansicht der Jusos ist dies aber nicht ausreichend; die Kapazitäten für derartige besondere Studienangebote seien etwa im Bereich der Philosophischen Fakultäten viel zu niedrig. "Wir wollen vor allen im Europa-Schwerpunkt neue Studiengänge durchsetzen, etwa "Europäische Geschichte und Politik", "Kultur, Medien und Kommunikation", "Kulturmanagement" und "Europäische Wirtschaftslehre"". Um die Realisierung dieser Vorhaben zu gewährleisten, sei eine mehr als bisher strategisch ausgerichtete Personalplanung erforderlich. Ein Teil der Gelder aus dem Hochschulpakt 2020 soll dafür eingesetzt werden, um Lehrstühle für die entsprechenden Bereiche zu schaffen. Die Uni würde auf diesem Weg sowohl für saarländische Abiturienten als auch für Studieninteressierte aus anderen Bundesländern interessanter. Gelinge es mehr junge kreative Menschen für das Saarland zu begeistern, sei dies auch für die wirtschaftliche Entwicklung ein großer Vorteil. |
