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Nach SPD-Wahlsieg in Rheinland-Pfalz: Saar-Regierung soll Zöllner-Vorschlag ernsthaft prüfen
04.04.2006

Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) fordert nach dem klaren Wahlsieg der SPD in Rheinland-Pfalz, die Einführung von Studiengebühren im Saarland zu
überdenken: „Nach dem Ausgang der Landtagswahl ist davon auszugehen, dass es dort weiterhin keine generellen Studiengebühren geben wird.“, sagte Juso-Sprecher Martin Sand. Er appellierte an die saarländische Regierung und die Uni-Leitung von der Gebühreneinführung zumindest vorläufig abzusehen, da es andernfalls zu einer massiven Abwanderung von Studenten kommen werde.

„Die Landesregierung sollte versuchen, ihr Vorgehen mit Rheinland-Pfalz abzustimmen“, erklärte Sand. Dabei könnte das Saarland sich dem Vorschlag des Mainzer Wissenschaftsminister Zöllner (SPD) anschließen, der Ausgleichzahlungen zwischen den Bundesländern vorgeschlagen hatte. „Nach diesem Modell würden die Länder profitieren, die mehr Studierende ausbilden, als aus dem jeweiligen Land stammen. Damit ergibt sich für Bundesländer ein Anreiz, ihre Hochschulen auszubauen“, erläutert der Juso-Sprecher das Konzept. „Wenn das Saarland sich anstrengt und zusätzliche Studierende gewinnt, würde es dann auch mehr Geld bekommen. Das wäre besser, als Studiengebühren einzuführen“, so Martin Sand.