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Arbeitsräume sind sinnvoll! – Bedarf vor allem in den Philosophischen Fakultäten
30.01.2009

Die Juso-Hochschulgruppe sieht in der Schaffung studentischer Arbeitsräume auf dem Campus der Saar-Uni eine wichtige und richtige Verbesserung für die Lehre. „Wir wissen von vielen Studierenden, gerade im Bereich der Philosophischen Fakultäten, die dringend auf solche Räume angewiesen sind“, informiert Martin Sand, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe. „Bei den Umfragen anlässlich der Einführung von Studiengebühren hat es ebenfalls viele Stimmen für Arbeitsräume gegeben“, ergänzt Fabio Angulo Contreras, Abgeordneter des Studierendenparlamentes. Zurzeit müssten viele Studierende Foyers nutzen, um am Computer zu arbeiten oder etwa Gruppenarbeiten vorzubereiten. Dieser Zustand sei nicht tragbar. Die Jusos wünschen sich Arbeitsräume, in denen es Plätze für Einzel- und Gruppenarbeit gibt und die von allen Studierenden flexibel genutzt werden können. Sie sollen zudem mit Computern und weiterer Technik ausgestattet werden.

Wie die Jusos informieren, ist ihnen die Entscheidung einer Finanzierung dieser Räume aus Studiengebühren-Einnahmen nicht leicht gefallen, aber es sei eine sinnvollere Verwendung als andere Maßnahmen, die zurzeit aus Gebührengeldern bezahlt werden. „Uns geht es darum, dass sich die Verwendung der Gelder wirklich an den Wünschen der Studentinnen und Studenten orientiert, und dass nicht Polemik anstelle einer sachlichen Auseinandersetzung stattfindet. Klar ist, dass die Juso-Hochschulgruppe weiterhin Studiengebühren entschieden ablehnt und sich gemeinsam mit der SPD Saar für deren Abschaffung nach der Landtagswahl einsetzt.
Solange es Gebühren gibt, sollte es aber das Ziel einer Studierendenvertretung sein, eine sinnvolle Verwendung zu gewährleisten“, so Martin Sand. Es sei im Übrigen klar, dass bei einer Abschaffung der Gebühren die noch fehlenden Mittel zur Realisierung vom Land übernommen werden müssten.
Eine entsprechende Zusage zum Ersatz ausfallender Gebühreneinnahmen gebe es bereits durch die SPD.

In diesem Zusammenhang werfen die Jusos der amtierenden Koalition aus „Aktiven Idealisten“ und „Campusgrün“ eine nicht zutreffende Darstellung der Situation vor. „Campusgrün etwa schreibt in einem Flugblatt, dass die Jusos für die Beibehaltung der Studiengebühren sind. Das ist abwegig und vom Stil her unerträglich“, sagt Angulo Contreras. Auch die „Aktiven Idealisten“ greifen vor allem die Jusos an. „Hier werden Ursachen und Konsequenzen vollkommen verdreht. Erstens: Nicht die Juso-Hochschulgruppe hat Studiengebühren eingeführt, sondern die CDU-Landesregierung! Zweitens: Die Juso-Hochschulgruppe greift immer wieder Ideen und Vorschläge der Studierenden für eine sinnvolle Verwendung auf, während „Aktive Idealisten“ und „Campusgrün“ lediglich sagen, was alles nicht geht. Drittens: Der Koalition aus „Aktiven Idealisten“ und Campusgrün hat seit ihrem Amtsantritt im November 2008 keine einzige konkrete Aktion gegen Studiengebühren durchgeführt“, erklärt Martin Sand. „Die „Aktiven Idealisten“ und „Campusgrün“ sollten sich mehr um alle Studierenden kümmern. Insbesondere die Anliegen der Studentinnen und Studenten der Philosophischen Fakultäten sind bei denen leider sehr schlecht aufgehoben“, so Angulo Contreras.