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Gebührenstreit und Finanzkrise: Jusos fordern Senkung der Studiengebühren
09.02.2009

Die Juso-Hochschulgruppe fordert angesichts der Finanzkrise eine Senkung der Studiengebühren für das nächste Semester. „Inmitten der ganzen Investitions- und Konjunkturpakete scheinen die Studierenden völlig unterzugehen. Keine der Entlastungen wirkt sich direkt auf sie aus, so dass diese nichts zu dem geforderten höheren Konsum beitragen können“, heißt es in einem Papier der Jusos. Nach Ansicht der Hochschulgruppe sollte das Land daher in einer Sofortmaßnahme einen Teil des Konjunkturpaketes des Bundes nutzen, um Studiengebühren in den ersten beiden Semestern auf maximal 150 € und in den folgenden auf 250 € zu reduzieren. Das würde eine Senkung der Gebühren um 50 Prozent bedeuten. Nach den derzeit bekannten Planungen werden die Studierenden durch keines der Vorhaben der Politik im Rahmen der Konjunkturpakete entlastet.

Auf der anderen Seite wird es für Studierende immer schwieriger, ihr Studium zu finanzieren. Wie die Jusos informieren, sind die Chancen in den Semesterferien einen Nebenjob zu finden, deutlich schlechter geworden. Viele Firmen, die Leiharbeiter entlassen haben und Kurzarbeit fahren, hätten mangels Aufträgen schlicht keinerlei Bedarf an Hilfskräften.
Die Jusos schlagen daher für das kommende Semester die Absenkung der Campus-Maut vor. Generelles Ziel der Jusos bleibt die Abschaffung der Gebühren. Diese sei bei einem entsprechenden Ausgang der Landtagswahl am 30. August im Herbst durchsetzbar. Für das Sommersemester könne die Reduzierung ein erster Schritt in diese Richtung sein.