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Müller-Pläne „halbherzig“ – Gebühren lieber abschaffen!
20.03.2009

In einer ersten Reaktion hat die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) die heute (20. März 2009) vorgestellten Pläne von Ministerpräsident Müller (CDU), die Zinsen für Darlehen zur Finanzierung von Studiengebühren für zwei Jahre aus Landesmitteln zu übernehmen, als „halbherzig“ bezeichnet. „Statt den Studierenden Darlehen anzubieten, wäre es besser, Studiengebühren ganz abzuschaffen. Die Schuldenlast bleibt auch in dem neuen Modell erheblich, die Zinseinsparung führt nur zu wenig Verbesserungen,“ sagt Jan Mertens, Stellvertretender Sprecher der Juso-HSG.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich um Wahlkampfgetöse handelt. Anscheinend hat auch die CDU erkannt, dass die Gebühren zu großen Problemen führen. Dann wäre es aber konsequenter, auf die Campus-Maut ganz zu verzichten“, so Mertens weiter. Schon heute seien die Folgen der Gebühren dramatisch: Stagnierende oder sinkende Studierendenzahlen und immer mehr Studierende mit erheblichen Finanzierungsproblemen. Nach Ansicht der Jusos haben die Bürger am 30. August mit einer Stimme für die SPD die Gelegenheit, Studiengebühren abzuwählen.