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Jusos fordern Uni-Präsident beim Thema Studiengebühren zur Zurückhaltung auf
21.05.2009

Die Juso-Hochschulgruppe an der Saar-Uni hat Universitätspräsident Linneweber wegen dessen Äußerungen zur neuesten Arbeitskammer-Studie zu Studiengebühren kritisiert. „Statt die Studie pauschal abzuqualifizieren, sollte sich der Präsident besser ernsthaft mit den Ergebnissen auseinander setzen und die bisherige Bilanz der Studiengebühren kritisch überdenken“, sagt der stellvertretende Juso-Sprecher Jan Mertens. Linneweber hatte die wissenschaftliche Qualität der Studie, die negative Auswirkungen der Gebührenpflicht auf die Studierendenzahlen im Saarland offenbart hatte, in Zweifel gezogen.

„Bei dem Thema geht es nicht um akademische Spitzfindigkeiten, sondern um die Lebenswirklichkeit der Studierenden und Studierwilligen im Saarland“, so Mertens. Der Präsident müsse erkennen, dass sich die Einführung von Studiengebühren nicht mehr als Erfolgsmeldung verkaufen lasse. „Der Universitätspräsident sollte sich besser aus der parteipolitischen Debatte heraushalten und sich nicht einseitig zum Sprachrohr einer gescheiterten CDU-Politik machen“, so die Juso-Hochschulgruppe. Wenn eine neue Landesregierung Studiengebühren wieder abschaffe und dadurch den Hochschulstandort Saar für Studierwillige wieder attraktiver mache, liege dies letztlich im ureigenen Interesse Linnewebers.