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Jusos warnen vor Haushaltsproblemen an der Saar-Uni
20.07.2009

Die Juso-Hochschulgruppe warnt vor zunehmenden Haushaltsproblemen an der Saar-Uni. Nach Information der Jusos führt das zu niedrige Volumen des derzeitigen Globalhaushaltes dazu, dass die Universitätsleitung einen Sparkurs vor allem im Personal- und Sachkostenbereich fahren muss. „Um das Lehrangebot aufrecht zu erhalten oder in einzelnen Fächern der erhöhten Studierendenzahl anzupassen, könnten die Mittel in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichen“, erklärt Juso-Sprecher Martin Sand.

Nach Informationen der Jusos gibt es zurzeit mehrere nicht besetzte Lehrstühle oder Lehrstühle, deren Besetzung sich verzögert. Die Jusos gehen davon aus, dass der Personalbedarf im Wintersemester steigen wird, da dann der doppelte Abiturjahrgang sein Studium aufnimmt. Die zusätzlichen Gelder, die die Universität aus dem Hochschulpakt bekommen habe, reichten dafür aber nicht aus, so dass man entweder sehr viele Interessierte abweisen müsse oder aber sich die Studienbedingungen verschlechterten.

„Die Situation im eigentliche Uni-Haushalt wird deswegen nicht so deutlich, weil einerseits aus dem Konjunkturpaket Gelder für Neubauten und Sanierungen fließen und auf der anderen Seite Projekte für die Lehre aus Studiengebühren finanziert werden“, informiert Martin Sand. Das Konjunkturpaket gebe es aber nur einmal und die Gebühren sollten ja selbst nach Meinung von deren Befürwortern den eigentlichen Haushalt nicht ersetzen, so Sand weiter. Zudem hätten die Jusos das Ziel, dass die Gebühren nach der Landtagswahl abgeschafft werden. Nach Ansicht der Hochschulgruppe sind daher höhere Landeszuschüsse dringend erforderlich. Hierzu sollten Land und Uni unverzüglich Verhandlungen aufnehmen. „Eine attraktive Uni hilft auch bei der wirtschaftlichen Strukturentwicklung des Saarlandes, daher sind öffentliche Gelder dort gut angelegt“, so Martin Sand.