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Jusos fordern 7-Millionen Stipendienprogramm
07.03.2006

Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) fordert von der Landesregierung, ab dem Jahr 2007 jährlich 7,2 Millionen Euro für ein Stipendiensystem in den Haushalt einzustellen. „Die Einführung von Studiengebühren hat uns im Wettbewerb um die kreativen Köpfe weit zurückgeworfen. Nun muss alles getan werden, um einen Massenexodus des akademischen Nachwuchses aus dem Saarland zu verhindern und zugleich zusätzliche Studierende ins Saarland zu locken“, sagt Juso-Sprecher Martin Sand, zugleich Senator der Uni. Nach seinem Vorschlag sollen in einem ersten Schritt jährlich 1500 Studierende ein Stipendium bekommen. Bei einem Monatssatz  von vierhundert Euro – von denen ja dann schon etwa 83 Euro für die Gebühren aufgewendet werden müssten – ergibt sich dann die Summe von 7,2 Millionen Euro.

„Wir brauchen eine signifikante Zahl von Stipendien, um junge Leute zu ermuntern, sich für ein Studium zu entscheiden. Die bisherigen Stipendien, die von Stiftungen vergeben werden, reichen nicht aus, da zu wenige Studierende gefördert werden können“, so Martin Sand. „Alle Analysen sagen, dass es schon heute eine soziale Schieflage beim Zugang zur Hochschule gibt, dass heißt, dass neben den Studierenden, die heute schon im System sind und zum Teil durch Gebühren von der Uni verdrängt werden, noch eine große Zahl von Abiturienten gibt, die das finanzielle Risiko schon jetzt nicht aufnehmen möchten, und die erst recht nicht Studiengebühren zahlen können,“ führt der Senator aus. Da auf der anderen Seite aber in den nächsten Jahren der Bedarf nach Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt steige, müsste die Akademikerquote dringend erhöht werden. Ein Stipendienprogramm des Landes könne dabei nur ein Teil eines Gesamtpakts sein. Nach Ansicht der Jusos sollte auch die Wirtschaft Stipendien ausloben.