| "Jamaika"-Koalitionsvertrag für Studierende enttäuschend |
| 09.11.2009 | |
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Die Juso-Hochschulgruppe kritisiert scharf den Koalitionsvertrag von Grünen, FDP und CDU im Saarland. Vor allem in der Hochschulpolitik fehle ihm die Substanz. „Wenn schon direkt am Anfang davon gesprochen wird, dass das Saarland über beste Voraussetzungen für eine hervorragende Betreuung der Studierenden verfüge, und es das Ziel sei, dass das Saarland „auch künftig“ eine bundesweite Spitzenstellung einnehme, erinnert das mehr an das CDU-Wahlprogramm als an einen Koalitionsvertrag“, so Jan Mertens, stellvertretender Sprecher der Juso-HSG. Vor allem die Grünen können nach Ansicht der Jusos kaum ernsthaft zufrieden sein mit den Ergebnissen. Aus dem von den ihnen geforderten neuen Forschungsschwerpunkt - erneuerbare Energien - ist nun die Einrichtung EINES Lehrstuhls für integrierte Mikrosysteme der Energieversorgung geworden. Bei einem ihrer zentralen Wahlkampfthemen kommen die Grünen im Wissenschaftsbereich praktisch zu keinem zum Ziel führenden Ergebnis. Auch sonst ist der Koalitionsvertrag vor allem für die Studierenden sehrenttäuschend: „Die Einführung von Langzeit-Studiengebühren ist für viele Wähler der Grünen ein Schlag ins Gesicht“, erklärt Mertens. Weiterhin gebe es im Koalitionsvertrag kaum Aussagen zur Studienreform. Man wolle lediglich die Mobilität in den Bachelor-Studiengängen verbessern; von der dringend erforderlichen Entschlackung der Studienpläne sei keine Rede. „Im Ergebnis bedeutet das, dass die Studierenden weiter erheblich unter Druck bleiben“, folgert der Juso-Sprecher. Zudem werde der Europa-Schwerpunkt nicht konkretisiert. Die Jusos plädieren für mehr interdisziplinäre Studiengänge im Europa-Schwerpunkt mit kultur- und politikwissenschaftlichen Profilen. Auch ein Europa-Zentrum sei dringend erforderlich. „Die neue Regierung zeigt da keinerlei Perspektiven“, so Mertens abschließend. |
