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Die neue AStA-Koalition an der Saar-Uni: Aufgebläht, instabil und führungsschwach
19.07.2010

Die Juso-Hochschulgruppe Saar (Juso-HSG) kritisiert die neu gebildete AStA-Koalition an der Saar-Uni bestehend aus Aktiven Idealisten (AI), CampusGrün und Piraten-Hochschulgruppe (Piraten-HSG).

„Diese Koalition ist eine Riesen-Enttäuschung für alle Studierenden an der Saar-Uni“, sagt Jan Mertens, Sprecher der Juso-HSG. „Hier wurde eine echte Chance verpasst, einen kompetenten und starken AStA zu bilden. Die alte Koalition aus AI und Grünen wurde klar abgewählt bei den letzten Wahlen zum Studierendenparlament |StuPa|. Und nun wird mit den Stimmen der Piraten eine tote Koalition künstlich am Leben gehalten. Die Piraten-HSG hat sich mit unverhältnismäßig vielen Referaten und Posten im neuen AStA kaufen lassen, obwohl gerade die Piraten einen Neuanfang im AStA wollten und hiermit auch im Wahlkampf geworben haben. “

Der neue AStA wird 20 Referate und Projekte haben und somit im Vergleich zum AStA der letzten Legislaturperiode sogar noch wachsen. „Dieser AStA ist extrem aufgebläht. Freunde und Partei-Buddies sollen hier in Jobs und Einflusspositionen gebracht werden“, erklärt Volkan Varol von der Juso-HSG.

Patrick Kratz, Abgeordneter im StuPa, schildert weiter: „Die Vorsitzenden des neues AStA, Désirée Kraemer [AI] und Marc Großjean [Piraten], haben keine Mehrheit im StuPa und sogar keine Mehrheit in ihren eigenen Hochschulgruppen.“ Die beiden Kandidaten um die Doppelspitze im AStA hatten in den ersten beiden Wahlgängen nicht die erforderliche Mehrheit an Stimmen im StuPa bekommen. „Erst nach massivem Druck auf die eigenen Abgeordneten erreichten Kraemer und Großjean ihre erforderliche knappe Mehrheit im dritten Wahlgang“, so Kratz.

Sahra Grolier, für die Juso-HSG im StuPa, erläutert: „Das Schlimmste ist, dass Großjean und Kraemer nur eine Art „Dummy-Vorsitzende“ sind. Daniel Werner, abgewählter AStA-Vorsitzender, bleibt inoffiziell Vorsitzender für die nächsten Monate. Großjean und Kraemer geben sogar einen Großteil ihrer monatlichen Aufwandsentschädigungen an Werner ab. So etwas hat es im AStA der Saar-Uni noch nie gegeben. Ich nenne das Betrug am Studierendenparlament und Betrug an den Wählern, die den alten AStA und dessen Vorsitzende abgewählt haben“, so Grolier.

Volkan Varol resümiert: „Der neue AStA steht also von der ersten Minute an denkbar schlecht dar: Hier geht es nicht um die Arbeit für die Studierenden mit kompetenten Leuten im AStA. Andere Hochschulgruppen und anders Denkende wurden in der Koalitionsbildungsphase systematisch ausgeschlossen und regelrecht „weggemobbt“. Es geht Teilen der Aktiven Idealisten, CampusGrün und der Piraten vielmehr um das Erlangen von Jobs und Einfluss. Und das ganze unter der Führung zweier Vorsitzender, die dies in Wahrheit nicht sind und keine Mehrheit im Parlament sowie in der eigenen Basis haben. Die Studierenden der Saar-Uni haben wahrlich etwas Besseres verdient.“