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Juso-Hochschulgruppe fordert Stärkung der Saar-Uni durch den neuen Entwicklungsplan
02.05.2011

Die Juso-Hochschulgruppe Saar (Juso-HSG) fordert die Universitätsleitung der Saar-Uni und das Wirtschaftsministerium auf, die Universität des Saarlandes durch den neuen Entwicklungsplan zu stärken und keine radikalen Kürzungen vorzunehmen.

„In den nächsten Tagen und Wochen wird der neue Universitätsentwicklungsplan (UEP) verhandelt und aufgestellt. Hierbei werden nicht nur die Weichen für die Zukunft der Saar-Uni gestellt, sondern auch über die Zukunft des Bildungs- und Forschungsstandortes Saarland entschieden", schildert Jan Mertens, Sprecher der Juso-HSG.

„Wirtschaftsministerium, Uni-Präsidium, Senat und Universitätsrat dürfen keinen Kahlschlag an der Saar-Uni vollführen", fordert Volkan Varol von der Juso-HSG. „Wir befürchten, dass es aufgrund immenser Sparvorgaben durch das Wirtschaftsministerium zu Fächerschließungen und Fakultätszusammenlegungen im Rahmen des neuen UEP kommt", so Varol weiter.

„Auch wir kennen die desolate Haushaltssituation des Saarlandes", sagt Jan Mertens. „Jedoch glauben wir, dass eine gute und ausreichend finanzierte Bildung einer der Schlüssel zur Reduzierung der Schulden des Bundeslandes ist", so Mertens. „Wenn Mittel radikal gekürzt und Fächer geschlossen werden sind die Mitarbeiter/innen, die Studierenden und potenziellen Studierenden der Saar-Uni die Leittragenden. Außerdem wird der ,Wissenstandort' Saarland so unattraktiver für Firmenansiedlungen und Investoren," befürchtet Mertens.

„Wir Jusos sind klar gegen radikale Kürzungen und gegen einen Kahlschlag an der Saar-Uni", sagt Norbert Lang vom AStA der Saar-Uni. „Wir glauben, dass gerade das Saarland - ohne wenn und aber - in Bildung investieren muss. Wir fordern, dass sich die Saar-Uni - neben der exzellenten Informatik - auf ihre Stärken in der Grenzregion besinnt und Angebote im Bereich Europäische Studien, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften, Medienwissenschaften und Psychologie ausbaut", erklärt Lang. „Denn gerade in diesen Bereichen haben wir ein absolutes Alleinstellungsmerkmal auf dem ,Bildungsmarkt' und können viele interessante Studierende, aber auch Investoren aus ganz Europa anlocken und für die Region begeistern", so Lang.