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Juso-Hochschulgruppe bestürzt über Schließung des Studentenwohnheims D auf dem Campus Saarbrücken
Juso-Hochschulgruppe Saar
    - Pressemitteilung -
          31.01. 2012

Juso-Hochschulgruppe bestürzt über Schließung des Studentenwohnheims D auf dem Campus Saarbrücken


Das Studentenwerk der Universität des Saarlandes (UdS) beschloss in der Sitzung des Vorstandes vom 30.01.12, dass das Studentenwohnheim D der UdS, umgehend geschlossen werden muss. Bestürzt hierüber zeigen sich die Studierendenvertreter/innen der Juso-Hochschulgruppe Saar (Juso-HSG).

"Das Studentenwohnheim D auf dem Saarbrücker Campus der UdS ist eines der größten Wohnheime im Saarland," erklärt Lukas Hoffmann, Mitglied der Juso-HSG und AStA-Referent für Familie und Gleichstellung. "Hier wohnen v.a. Studierende, welche nicht aus dem Saarland kommen, hier also oftmals keine Familie haben, und ausländische Studierende. Diese brauchen vor allem günstigen Wohnraum, weil ihnen der Finanzbackground fehlt, um sich auf dem freien Wohnungsmarkt ein Zimmer oder eine Wohnung leisten zu können", so Hoffmann.

"Von der plötzlichen Schließung sind mehrere hundert Studierende betroffen und das noch mitten während der Klausurenzeit im Februar. Für die Betroffenen ist das so etwas wie der 'Super-GAU' ", sagt Jan Mertens, Mitglied der Juso-HSG und im Senat der UdS. "Die baulichen Mängel sowie der mangelhafte Flucht- und Brandschutz des Wohnheim D sind seit 10 Jahren dem Studentenwerk, der Universitätsleitung und der Landesregierung des Saarlandes bekannt. Regelmäßig wandten sich Studierenschaft und Universitätsleitung wegen der Mängel an die zuständigen Landesministerien. Aber statt zu Handeln und Gelder für die Sanierung bereit zu stellen, haben die CDU-Landesregierung und später das FDP-geführte Wirtschaftsministerium sukzessive die Gelder für das Studentenwerk im Saarland gekürzt", so Mertens.

Marc Strauch, Vorsitzender der Juso-HSG und des AStA der UdS, bedauert die Schließung von Wohnheim D zutiefst: "Alle leitenden Akteure der Universität und der Studierendenschaft haben in den letzten Tagen alles in ihrer Macht stehende getan, um die Schließung von Heim D zu verhindern. Aber da die Sicherheit der studentischen Bewohner/innen sowie deren Versicherungsschutz nicht mehr gewährleistet war, ist dieser Schritt extrem bedauerlich aber unvermeidbar," so Strauch. "Wir werden unsere Verhandlungen mit Studentenwerk, Uni-Leitung und mit der Landesregierung sowie dem Bildungsausschuss des Landtages weiter intensivieren, um eine schnelle Lösung für die Bewohner/innen des Wohnheim D zu finden", fügt Strauch hinzu.

"Die saarländische Landesregierung darf sich nicht mehr quer stellen bei der Instandhaltung der Gebäude der Universität", fordert Sahra Grolier, Mitglied der Juso-HSG und Mitglied im Senat. "Die Finanzausstattung der UdS und damit einhergehend die Betreung der Studierenden und die Lehre sind seit Jahren desolat. Und nun 'zerbröckeln' buchstäblich Infrastruktur und die Gebäude der Bildungseinrichtungen im Saarland. Landesregierung und Universität müssen den 'obdachlosen' Studierenden nun dringend alternativen und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen", so Grolier.

Jan Mertens, Pressesprecher der Juso-HSG Saar