| Gebühren-Durcheinander an der Saar-Uni: Jusos fordern Verschiebung der Entscheidung |
| 14.02.2006 | |
|
Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) fordert eine Verschiebung der Entscheidung über Studiengebühren an der Saar-Uni. "Das Durcheinander in Sachen Studiengebühren darf nicht zu einer Entscheidung gegen die Studierenden führen", sagt Martin Sand, Sprecher der Juso-HSG. Die Jusos kritisieren, dass im Wettlauf zwischen Unipräsidentin und Landesregierung, wer schneller Gebühren einführt, die sozialen Rahmenbedingungen offenbar unter den Tisch fallen. "In dem derzeit diskutierten Modell gibt es keine ausreichende Regelung für die Absicherung von Studierenden, die sich die Gebühren nicht leisten können", so Martin Sand. Gerade so eine soziale Flankierung sei von der Landesregierung angekündigt worden; nun gehe es anscheinend nur noch darum, wer die Gebühren einführen darf. Die Jusos mahnen an, dass solche Fragen, wie etwa ein breit angelegtes Stipendienmodell, zuerst einmal geklärt werden müssen. "Es ist für viele Studierende schon bizarr, wie hier darüber gestritten wird, wer von ihnen das Geld einziehen darf, während sie sich um den Lebensunterhalt sorgen müssen", so der Juso-Sprecher. Nach Ansicht der Hochschulgruppe offenbart die derzeitige Debatte erhebliche Mängel im Universitätsgesetz, die sie bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2004 offengelegt hätte. |
