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Jusos wollen weiter für die Informationswissenschaft kämpfen
29.12.2005

Sand: Fusion mit der Erziehungswissenschaft keine Alternative 

Die Juso-Hochschulgruppe hat die Vertagung der Entscheidung über eine Nullquote für die Informationswissenschaft an der Saar-Uni begrüßt, zugleich aber eine einseitige Festlegung auf eine Zusammenlegung des Fachs mit der Erziehungswissenschaft abgelehnt. Martin Sand, Mitglied des Universitätsrates, erklärte, dass er das Thema in der nächsten Senatssitzung auf die Tagesordnung bringen werde: "Aufgeschoben ist leider noch nicht aufgehoben", sagte er mit Blick auf den Fakultätsrat.

Wie Sand informiert, hat er den Mitgliedern des Gremiums angeboten, die Konzeption für den von ihm geforderten Studiengang "Information und Medien" bei dessen Sitzung persönlich vorzustellen: "Mir geht es darum, deutlich zu machen, dass bei der Informationswissenschaft eine fakultätsübergreifende Organisation des Studiengangs sinnvoller ist als eine Lösung, die nur die Fächer der Philosophischen Fakultät III umfasst. Ein Studiengang "Information und Medien" ist die beste Möglichkeit, ein ausreichend starkes und erkennbares informationswissenschaftliches Profil zu erhalten und zugleich innovative Elemente einzuführen. Dies wäre bei der parallel diskutierten Fusion mit der Erziehungswissenschaft nicht der Fall, da dann die bisherige Professur für Informationswissenschaft ohne Ersatz in die Erziehungswissenschaft verlagert wird. Insofern sind dies keine gleichwertigen Alternativen. Das muss jedem klar sein"; sagte Martin Sand.

Der Juso-Sprecher betonte, dass starre Grenzen zwischen Fakultäten ein innovatives Konzept nicht behindern dürften. Daran sollte auch die Universitätsleitung Interesse haben. "Wir wollen eine Versachlichung der Debatte; das bedeutet aber auch, dass die Nullquote jetzt erst mal ganz vom Tisch muss, bis ein neuer informationswissenschaftlicher Bachelor-Studiengang beschlossen ist.", so Sand abschließend.