| Sand: "Nullquote nicht verharmlosen!" - Jusos für Neuanfang in anderer Fakultät |
| 21.12.2005 | |
|
Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) hat vor einer Verharmlosung einer Nullquote für die Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes gewarnt. "Wer sich hinstellt und erklärt, dass eine Nullquote quasi keine Veränderung sei, der sieht nicht die Konsequenzen, die sich daraus ergeben", sagte Juso-Sprecher Martin Sand, zugleich Mitglied des Universitätsrates. Sand weist darauf hin, dass die Nullquote nur ein Teil eines Entscheidungspaketes ist, mit dem das Fach de facto geschlossen werde. "Tatsache ist, dass die Nachfolgeprofessur der Informationswissenschaft bis heute nicht ausgeschrieben ist, und daher ab Oktober 2006 erst einmal eine Vakanz entstünde. Kommt es nun zu einer Nullquote, kann man nicht davon ausgehen, dass die Professur dann überhaupt noch mit einem Informationswissenschaftler besetzt wird. Mit der Nullquote sollen Fakten geschaffen werden, die dann das Ende des Fachs unvermeidbar machen", so Martin Sand. Es sei schon bemerkenswert, wenn nun einige von informationswissenschaftlichen Inhalten sprechen, die erhalten werden sollten. "Das geht nur, wenn es auch ausreichend Personal dafür gibt", meint dazu Martin Sand. Die Jusos plädieren angesichts dieses negativen Umfelds in der bisherigen Fakultät für einen Neuanfang: "Erstens muss die Fachrichtung in eine andere Fakultät verlagert werden, zweitens der Bachelor-Studiengang "Information und Medien" beschlossen und drittens die Professur ausgeschrieben und wiederbesetzt werden", fordert der Juso-Sprecher. |
