| Fakultät setzt Entwicklungsplan nicht um: Informationswissenschaft vor dem Aus? |
| 15.12.2005 | |
Uni-Ratsmitglied Sand fordert langfristige Sicherung des FachsDie Philosophische Fakultät III der Universität des Saarlandes erfüllt nicht die Vorgaben des gültigen Entwicklungsplans der Hochschule. Darauf hat Martin Sand, Mitglied des Universitätsrates und Sprecher der Juso-Hochschulgruppe, hingewiesen. Nach seinen Informationen blockiert der Fakultätsrat zurzeit die Genehmigung eines Bachelor-Studiengangs der Fachrichtung Informationswissenschaft und die Ausschreibung der entsprechenden Professur und gefährdet damit die Zukunft des Fachs. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Fakultät und ihre Führungsspitze sich so verhalten", erklärt Sand. "Der Fortbestand des Fachs und die Entwicklung eines Bachelor/Master-Studienangebots war nach längerer Diskussion in dem im Jahr 2004 beschlossenen Plan verankert worden. Seitdem hatte ein Arbeitskreis mit Fachvertretern und Studierenden ein Konzept entwickelt, das für die Universität sehr attraktiv ist", erklärt Martin Sand. Sand, der sich selbst sehr stark in diese Konzeption mit den beiden Schwerpunkten "Informationsmanagement" und "Medien" eingebracht hatte, kann das Verhalten der Fakultät nicht nachvollziehen und fordert nun Konsequenzen: "Die Fachrichtung Informationswissenschaft muss an der Saar-Uni langfristig erhalten werden. Aus meiner Sicht kann dies nur dadurch geschehen, dass das Fach von der Philosophischen Fakultät III in die Philosophische Fakultät II verlagert wird, da dort auch mögliche Kooperationspartner ihren Sitz haben. Das Trauerspiel, wie es sich derzeit darstellt, kann so nicht weitergehen. Es ist unerträglich, dass die positive Entwicklung eines Faches hier durch fehlendes Verständnis für die Gesamtstrategie der Universität blockiert wird. Dieses Blockieren und Verschieben muss ein Ende haben", so Martin Sand. |
