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Schreiers Vorgehen unverantwortlich - Jusos: Land sägt Ast ab, auf dem es sitzt
01.12.2005

Die Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG) hat die Ankündigung von Bildungsminister Schreier, im Saarland allgemeine Studiengebühren einzuführen, scharf kritisiert. "Wer an der Uni Studiengebühren erhebt, der vertreibt die Studierenden aus dem Saarland", sagte Juso-Sprecher Martin Sand. "Fakt ist, dass die Einführung von derartigen Gebühren von vielen Studierenden finanziell nicht verkraftet wird", so Sand.

Die Jusos werfen der Landesregierung vor, dass sie durch die Gebühren und den damit verbundenen Einbruch der Studierendenzahlen eine Demontage des Hochschulsystems herbeiführt und damit die Chancen für Innovationen in Wirtschaft und Wissenschaft im Land erheblich verschlechtert. Zudem gebe es keine ausreichende Abfederung, um den Hochschulzugang auch für diejenigen zu ermöglichen, die nicht über ausreichend Geld verfügen. "Das Ziel darf nicht sein, dass es immer weniger Studenten im Saarland gibt", so Martin Sand. Der Juso-Sprecher, der auch Mitglied des Universitätsrates ist, kündigte an, sich der Gebühreneinführung massiv zu widersetzen. Unter anderem werde er eine entsprechende Initiative in die nächste Sitzung des Rates am Montag (5.12.2005) einbringen.