Gebührenfreie Universität

Die Universität soll allen unabhängig von der finanziellen Situation offenstehen. Aktuell erhebt die Universität Verwaltungsgebühren, die entgegen vorheriger Verlautbarungen nicht zu spürbaren Verbesserungen für die Studierenden geführt haben. Für einige von Dozent*innen bereitgestellte Lernmittel werden Gebühren erhoben. Die Dozent*innen müssen die Kosten nicht selber tragen, wir sehen hier aber nicht Studierende sondern die Fakultäten und die Universität in der Verantwortung.

Deshalb fordern wir:

  • Sofortige Abschaffung der Verwaltungsgebühren
  • Keine Einführung von Langzeit – oder Zweitstudiengebühren
  • Keine Umlage der Kosten von Lehr – und Lernmittel auf Studierende

 

Für ein zukunftsfähiges Studierendenwerk – Stud.Werk 21

Das Studierendenwerk ist ein starker und wichtiger Partner der Studierendenschaft. Wir möchten den Prozess der Umgestaltung begleiten und auf allen Ebenen wichtige Punkte einbringen:

  • Keine Erhöhung des Sozialbeitrags
  • Subventionierung der Wohnheime und der Mensen durch das Land
  • Errichtung weiterer Wohnheime in Saarbrücken und Homburg
  • Ausweitung des vegetarischen und veganen Speiseangebots in den Mensen
  • Tägliche Bereitstellung eines Gerichts aus ausschließlich regionalen Produkten

 

Eine moderne Bibliotheksstruktur

Die Integration von kleinen Fachbereichsbibliothken in die SULB oder das DEJ hat zu einer Verbesserung der Öffnungszeiten für die kleinen Bibliotheken geführt. Dennoch sehen wir Verbesserungspotential:

  • Ausweitung der Öffnungszeiten der SULB
  • Ausweitung der Online-Lizenzen um außerhalb der Bibliothek lernen zu können
  • Vergrößerung des Leihbestandes für notwendige Literatur
  • Vereinheitlichung der Hausordnungen der Bibliotheken
  • Sicherstellung der Barrierefreiheit in allen Bibliotheken
  • Bereitstellung von genügend Arbeitsplätzen in allen Bibliotheken

Studentische Arbeitsräume schaffen!

Zu einem selbstbestimmten Studium gehört auch, nach eigenem Belieben Lernen zu können. Wir fordern:

  • Einzelarbeitsplätze, die jederzeit zugänglich sind
  • PC-Arbeitsräume auch außerhalb der Bibliotheken
  • Online-Raumbuchungssystem für Seminarräume
  • Zugang zu Fakultätsgebäuden auch nachts und am Wochenende

Demokratisierung der Universität

Das System, in dem Professor*innen grundsätzlich die absolute Mehrheit der Stimmen stellen, ist bevormundend und nicht zeitgemäß. Das Stimmenverhältnis der beteiligten Gruppen im Hinblick auf Ihre tatsächliche Größe fällt weit auseinander. Student*innen muss die Mitarbeit in der akademischen und studentischen Selbstverwaltung attraktiver gemacht werden und Hürden abgebaut werden. Die Prozesse müssen transparenter gestaltet werden und die Mitarbeit in den Gremien der Universität muss auch für Studierende außerhalb der studentischen Selbstverwaltung möglich sein.

  • Einführung einer Drittelparität (Professor*innen, Studierende und Beschäftigte) in allen akademischen Selbstverwaltungsgremien
  • Verkürzung der Amtszeiten innerhalb der akademischen Selbstverwaltungsgremien auf zwei Jahre
  • Abschaffung des Lehrstuhlprinzips – Einführung eines Departmentprinzips
  • Transparenz in der Entsendung von studentischen Mitgliedern in die Gremien
  • Videoübertragung der StuPa-Sitzungen

Mobilität der Studierenden

Das Semesterticket hat sich als vergleichsweise preisgünstige Möglichkeit, den gesamten öffentlichen Nahverkehr im Saarland zu nutzen, bewährt. Wir bedauern den Wegfall der Strecke nach Trier, konnten allerdings den Preisanstieg bei Beibehaltung der Strecke nicht rechtfertigen. Zum Wintersemester beginnt die Laufzeit des 5-Jahres-Vetrages. Dennoch müssen massive Verbesserungen des Angebots mit den Verkehrsbetrieben ausgehandelt werden.

  • Direktverbindung zwischen Universität und Eschberg
  • Anbindung an die Universität im ländlichen Raum
  • Nutzung der Nachtbusse mit dem Semesterticket
  • Verbesserung der Anbindung der Hochschulen untereinander
  • Neuverhandlung über die Strecke nach Trier
  • Verhandlung über den Einbezug der Strecke nach Kaiserslautern
  • Übernahme der Kosten für Pendler*innen zwischen Trier und der Universität

Neben dem ÖPNV setzen wir uns für eine Verbesserung der Fahrradanbindung an die Universität ein.

  • Bereitstellung von überdachten Fahrradabstellplätzen an der Universität
  • Ausbau der Fahrradwege zur Universität
  • Durchgehende Beleuchtung der Strecken zwischen Universität und Stadt/Dudweiler/Scheidt

Für eine internationale Uni

Wir bekennen uns zu der Bewerbung unserer Universität als Europa-Universität und möchten die internationale Ausrichtung der Universität stärken und ausbauen. Wir setzen uns ein für:

  • Aufbau eines ESN-Netzwerkes an der Universität
  • Ausbau der Vermittlung interkultureller Kompetenzen
  • Integration von internationalen Studierenden in die studentische Selbstverwaltung
  • Etablierung einer „Europa-Strategie“ neben der Frankreichstrategie
  • Zusammenarbeit mit mehr Partneruniversitäten um die Mobilität zu fördern
  • Wohnheimgarantie für internationale Studierende

Flüchtlinge im universitären Kontext

Wir unterstützen das Projekt der Universität #StudentsWelcomeRefugees, das sich für Flüchtlinge an der Universität des Saarlandes einsetzt. Unser Ziel ist es, im Zusammenarbeit mit der Universität, die akademische Integration von Flüchtlingen im Studium zu beschleunigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich interkulturell Weiterzubilden und ihnen die soziale Integration vereinfachen.

  • Etablierung eines Tutorenprogramms
  • Einbindung von Geflüchteten Studierenden in die Arbeit der studentischen Selbstverwaltung

 

Das Sprachenzentrum stärken

Zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen für eine breit angelegte Hochschulausbildung gehört die Fremdsprachenkompetenz. Hier kommt dem Sprachenzentrum entscheidende Bedeutung zu.

  • Mehr finanzielle Mittel für das Sprachenzentrum
  • Ausbau des Lehrangebots

Großzügigere Anerkennung von Studienleistungen anderer Universitäten

Die Universität des Saarlandes sieht sich als Hochschule mit Europa-Profil. Trotz dieses Labels hinkt die Realität oftmals den Ansprüchen hinterher. Daher fordern wird:

  • Vollständige Anerkennung von Studienleistungen im Ausland
  • Vollständige Anerkennung von Studienleistungen anderer Universitäten insbesondere für die Masterbewerbung

Chancen für Familien verbessern

Junge Familien mit Kindern haben neben dem Studium und der Finanzierung des Lebensunterhalts noch eine weitere große Belastung. Es darf nicht passieren, dass die Entscheidung zur Gründung einer jungen Familie durch das Studium zu sehr beeinflusst wird. Zur Unterstützung von jungen Familien fordern wir:

  • Möglichkeit des Teilzeitstudiums in allen Studienfächern
  • Ruheräume für Schwangere und stillende Mütter
  • Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten am Campus
  • Kindgerechte Arbeitsräume
  • Ausbau von Vernetzungsangeboten für Eltern
  • Ausbau des Beratungsangebots für Studierende mit Kind

Bessere Chancen für Frauen

Frauen sind in der Wissenschaft und den akademischen Leitungsebenen nach wie vor unterrepräsentiert. Besonders schade ist es, dass keine studentische Senatorin gewählt worden ist. Daher fordern wird:

  • Geschlechterquotierte Besetzung aller Gremien
  • Geschlechterquotierte Besetzung von Prüfungskommissionen
  • Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen
  • Ausbau des Informationsangebotes von Studentinnen
  • Aufbau eines Netzwerkes von Wissenschaftlerinnen und dem akademischen Nachwuchs
  • Stärkung der Position der Gleichstellungsbeauftragten

Digitalisierung der Lehre

Digitale Lehre ist für die Chancengleichheit von Studierenden unerlässlich. Daher fordern wir:

  • Video-Übertragung von Vorlesungen
  • Bereitstellung der Vorlesungsmaterialien
  • Ausbau von e-Learning Angeboten
  • Semesterweise Ausleihmöglichkeit von Notebooks mit Verlängerungsmöglichkeit

Queer und LSBTI

Wir nehmen die Belange von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und inter* Studierenden ernst und setzen uns für einen offenen, queer denkenden Campus ein, auf dem alle, egal welcher sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität gleichermaßen Ihr Studium begehen können. Wir unterstützen
die Bildung und den Erhalt von entsprechenden Hochschulgruppen und Arbeitskreisen. Wir setzen uns für den Erhalt des Queer-Referates ein.

 

Wer Bachelor sagt muss auch Master sagen können

Die Universität muss genausoviele Master- wie Bachelor Studienplätze bereitstellen.

 

Renovierung und Modernisierung der Unigebäude

Neben neu renovierten oder auch neu gebauten Gebäuden auf dem Campus findet man auch immer wieder marode und nicht zeitgemäße.

  • Notwendige Sanierung vorantreiben
  • Errichtung von mindestens einer Unisex-Toilette pro Gebäude
  • Modernisierung des Mobiliars
  • Bereitstellung von genügend zugänglichen Steckdosen

Für einen barrierefreien Campus!

Nicht alle Studierende haben das Glück sich frei bewegen zu können und jeden Arbeitsplatz, Hörsaal oder Seminarraum an der Universität problemlos zu erreichen.

  • Sicherstellung der Barrierefreiheit aller Gebäude
  • Vereinfachte Beantragung eines Nachteilsausgleich
  • Erweiterung des Informationsangebots für Studierende mit Behinderung

 

Auf dem Campus Kultur schaffen

Eine Campus Universität ist ein verdichteter Raum voll von Ideen und Kreativität, der unglaubliches Potential in sich birgt. Es wäre schade, wenn dieses Potential ungenutzt verschenkt wird. Kultur auf dem Campus erleichtert die Begegnung zwischen Studierenden, bietet ein hochwertiges Freizeitpotential neben dem Studium und bietet wechselseitige Entwicklungsmöglichkeiten für die Wissenschaft und die Kunst. Campus Kultur entsteht aber nicht von selbst, sondern braucht Menschen mit Ideen und Institutionen, die diese unterstützen. Die Juso Hochschulgruppe strebt deshalb weiterhin eine starke Unterstützung studentischer Kultur von Seiten der Studierendenschaft an.

 

Ein Campus zum Wohlfühlen

Der Campus der UdS hat viel Attraktives in den Bereichen Studium, Lehre und Naherholung zu bieten.
Damit dies weiterhin so bleibt, setzt sich die Juso Hochschulgruppe für den Erhalt und Ausbau der Grünflächen sowie die Verbesserung der Lernumgebung ein. Dabei setzen wir besonders auf studentische Ideen und Initiative.

Perspektivisch wollen wir die beliebte Bestuhlung der AC-Wiese in einem guten Zustand halten und bei Bedarf erneuern, den Ausbau der besagten Grünflächen fördern und die Neuerschließung von Erholungsflächen anstoßen.

Grüner Campus

Der Klimawandel zählt zu einem der drängensten Problemen unserer Zeit. Die Universitäten nehmen als Ort der Bildung hier eine besondere Rolle ein. Deshalb setzt sich auch die Juso Hochschulgruppe für einen möglichst klimaneutralen und nachhaltigen Campus ein. Wir fordern:

  • Die Universität des Saarlandes, die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek wie auch das Studentenwerk (sic!) des Saarlandes müssen ihre Energie aus 100% erneuerbaren Energien bezogen werden.
  • Neubauten sollen als Niedrigst-, Null-Energie- oder Passivhäuser gebaut werden.
  • Die Schrittweise Sanierung der Gebäude unter Berücksichtigung der CO2 Effizienz
  • Die Nutzung von Regenwasser oder Abwasser für Spülungen.

Im Bezug auf die CO2 Einsparung nimmt der Verkehr eine Schlüsselrolle ein. Nur durch eine echte Verkehrswende kann die für 2035 geplante CO2 Neutralität erreicht werden. Hierzu fordern wir explizit…

  • Die schrittweise Umstellung des Fuhrparks der Universität auf Elektro- oder Wasserstoffautos.
  • Ausbau der Elektroladestellen auf dem Campus
  • Die Bereitstellung von ausreichenden und guten Fahrradstellplätzen auf dem Gelände der Universität
  • Eine bessere Anbindung der Hochschulstandorte an den ÖPNV
  • Ein Anreizsystem dafür Dienstfahrten mit Zug oder ÖPNV und nicht mit Flugzeug zu bestreiten.
  • Eine Verpflichtung der Universität zum Kauf für CO2 Zertifikaten bei unvermeidlichen Dienstreisen per Flugzeug.

Die Universität muss den Aspekt der Nachhaltigkeit und Ökoligie auch in ihr Lehrangebot übernehmen. So fordern wir…

  • Die Einführung eines fächerübergreifenden Wahlpflichtfaches, welches sich mit den Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels beschäftigt. Dieses kann im Zuge der Schlüsselqualifikationen erworben werden.
  • Die Etablierung einer papiersparenden Hochschulbürokratie

Ausbau des Shuttlebusses zwischen den Campi Homburg und Saarbrücken

Im Rahmen der Spardiskussion an der Universität wurden von der Landesregierung die Kompensationsmittel, die seit der Abschaffung der Studiengebühren bezahlt wurden, von 10 auf 5 Mio. Euro halbiert. Im Zuge dessen spielt die Universität mit dem Gedanken der Abschaffung des Shuttlebusses zwischen den Campi Saarbrücken und Homburg.

Dies wollen wir verhindern und werden uns in den universitären Gremien für den Erhalt der Linie einsetzen.

 

Faire Bedingung für studentische Hilfskräfte

Zurzeit sind hunderte studentische Hilfskräfte an der Saar-Uni angestellt. Deren Arbeitnehmerrechte sind häufig unklar geregelt. Deshalb fordern wir:

  • Keine sachgrundlose Befristung der Verträge von studentischen Hilfskräften
  • Bezahlung von Überstunden
  • Einstellung als studentische Angestellte bei administrativen Tätigkeiten
  • Einhaltung des TV-L

Studentisches Engagement unterstützen

Wir wollen das Engagement von Studierenden für Studierende in Fachschaften, Initiativen, Vereinigungen und Kulturgruppen stärken. Studentische Mitbestimmung ohne aktive Studierende vor Ort ist nicht vorstellbar. Wir fordern daher mehr Kompetenzen und Mitspracherechte für gewählten Fachschaftsräte in den Fachrichtungen und Fakultäten.

Die Gremientätigkeit von Studierenden wird in vielen Fachbereichen durch Credit Points gefördert. Dies muss für alle Fachrichtungen gelten!
Darüberhinaus fordern wir die Anrechnung von Credit Points für zivilgesellschaftliches Engagement.

Lehre bewerten – Lehre verbessern

Mit verschiedenen teilweise qualitativ hochwertigen Evaluationsmaßnahmen gibt es bereits in mehreren Fachbereichen die Möglichkeit Lehre zu bewerten. In den Aufgaben der Universität Forschung und Lehre zu betreiben geht letzteres leider immer wieder unter.
Mit Evaluationsprogrammen besitzt die Uni ein wirksames Instrument zur Verbesserung der Lehre. Die Juso Hochschulgruppe fordert eine Ausweitung dieser Programme und deren Einbindung in Personalentscheidungen.

Aber nicht nur über Evaluation, sondern auch über spezifische Weiterbildungsprogramme für Lehrpersonal kann die Qualität der Lehre profitieren, deshalb fordern wir auch hier einen Ausbau der Angebote.

Freiheit der Lehre – Freiheit des Studiums

Student*innen müssen in ihrem Studium weitaus mehr Freiheiten bekommen, als ihnen jetzt zur Verfügung stehen. Deshalb fordern wir:

  • Abschaffung aller Fortschrittskontrollen
  • Flexiblere Prüfungstermine
  • Nachklausuren noch im selben Semester
  • Keine Exmatrikulation nach dem 3. Fehlversuch

Diskriminierungsfreie Lehre

Niemand darf durch die Lehrinhalte oder die Struktur des Studiums diskriminiert werden. Wir fordern:

  • Keine Nutzung von diskriminierendem Lehrmaterial
  • Keine Klausurtermine an hohen religiösen Feiertagen

Kein Platz für Rechtsextremismus auf dem Campus!

Wir die Juso-Hochschulgruppe setzen uns entschieden gegen rechtes Gedankengut in der Gesellschaft ein. Dabei ist Rassismus nicht nur das Problem einer kleinen Minderheit am Rand der Gesellschaft. Im hochschulischen Alltag tritt Rechtsradikalismus in unterschiedlichen Formen auf: in geschichtsverfälschenden Lehrinhalten, bei mit Rechten sympathisierenden Dozent*innen, durch rechtsradikale Kandidat*innen zu den studentischen Wahlen oder bei Burschenschaften.
Wir setzen uns für ein tolerantes und offenes Hochschulumfeld ein und kämpfen als Juso-Hochschulgruppe in der akademischen Selbstverwaltung, in der Studierendenvertretung und gemeinsam mit lokalen Initiativen gegen antisemitische, rechtsradikale und faschistische Tendenzen.