Mehr Digitalisierung bedeutet nicht weniger Universität!
Die zeitweilige Schließung des universitären Betriebs aufgrund der Corona Pandemie hat gezeigt, dass Online-Lehre gut funktionieren kann. Wir fordern, dass die Errungenschaften der letzten Monate beibehalten und ausgebaut werden!
Konkret fordern wir:
• Ein abwechslungsreiches, multimediales Lehrangebot in Form von interaktiven Live-Vorlesungen (und ihren Aufzeichnungen), Lernvideos, Podcasts und hybriden Veranstaltungen.
• Das kostenlose Zurverfügungstellen aller notwendigen Lernmaterialien als digitale Ressourcen und die dauerhafte Ausweitung von Lizenzen für Onlinedatenbanken, um auch außerhalb der Universität lernen zu können.
• Die Lockerung der Anwesenheitspflichten in Veranstaltungen.

Bezahlbares Studium! Die Life-Money-Balance.
Die Universität muss allen, unabhängig von ihrem Geldbeutel, offenstehen!
Deshalb fordern wir:
• Elternunabhängiges, ausreichend hohes BAföG.
• Sofortige Abschaffung der Verwaltungsgebühren.
• Keine Einführung von Langzeit- oder Zweitstudiengebühren.
• Keine Umlage der Kosten von Lehr- und Lernmittel auf Studierende.

Jede*r muss wohnen! Und zwar so, dass nach Abzug der Miete noch was zum Leben übrigbleibt!
Deshalb fordern wir:
• Schnelle Schaffung von lebenswerten und bezahlbaren Wohnheimplätzen auf den Campus² Saarbrücken und Homburg.
• Bau von barrierefreien und familienfreundlichen Wohnungen.
• Die Sanierung und Modernisierung der bestehenden Wohnheime in SB und HOM.

Wir machen mobil!
Mobilität spielt für Studierende eine große Rolle. Ob morgens zur Uni, abends in die Stadt oder übers Wochenende aufs Land, vielen Studierenden fehlt hierfür der kostengünstige fahrbare Untersatz.
Deshalb fordern wir:
• Verstetigung des Campus-Shuttle zwischen SB und HOM.
• Semesterticket der Großregion, sowie die Ausweitung nach Rheinland-Pfalz.
• Aufrechterhaltung des Solidarmodells mit dem Ziel einen kostenlosen ÖPNV zu haben.
• Verbesserung der Anbindung zur Universität v.a. aus dem ländlichen Raum.

Studentische Arbeitsräume schaffen!
Zu einem selbstbestimmten Studium gehört es selbst zu entscheiden, wo und wann man lernt.
Wir fordern:

• Einzelarbeitsplätze und Gemeinschaftsarbeitsräume, die jederzeit zugänglich sind, sowie Aufenthaltsräume ohne Konsumzwang, die bei jedem Neubau und jeder Sanierung mitgedacht werden müssen.
• Ein einheitliches online-Raumbuchungssystem für alle Hörsäle und Seminarräume an der Universität.

Make UdS Green Again!
Der Klimawandel zählt zu einem den drängendsten Problemen unserer Zeit. Die Universitäten nehmen als Ort der Bildung hier eine besondere Rolle ein.
Explizit fordern wir:
• Die Klima-Neutralität der Universität bis 2030.
Wir schlagen folgende Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels vor:
• Dass die UdS, die SULB wie auch das Studentenwerk (sic!) ihre Energie aus 100% erneuerbaren Energien beziehen.
• Bei Neubauten und Sanierungen Energieeffizienz zu berücksichtigen.
• Ausweitung des vegetarischen und veganen Speiseangebots in den Mensen (min. 50%).
In Bezug auf die CO2 Einsparung nimmt der Verkehr eine Schlüsselrolle ein. Dies kann nur durch eine echte Verkehrswende erreicht werden.
Hierzu fordern wir:
• Ausreichend und gute Fahrradstellplätze auf dem Gelände der Universität.
• Dass beide Hochschulstandorte autofrei werden.
• Ausbau der Elektroladestellen in den Parkhäusern und auf den Campus².
• Eine bessere Anbindung der Hochschulstandorte an den ÖPNV.
• Die schrittweise Umstellung des Fuhrparks der Universität auf Elektro- oder Wasserstoffautos.
• Dass Dienstfahrten mit Zug oder ÖPNV und nicht mit Flugzeug bestritten werden.
• CO2-Kompensierung bei unvermeidlichen Dienstreisen per Flugzeug.
Die Universität muss den Aspekt der Nachhaltigkeit und Ökologie auch in ihr Lehrangebot übernehmen.
Daher fordern wir:
• Die Einführung eines fächerübergreifenden Wahlpflichtfaches, welches sich mit den Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels beschäftigt.
• Die Durchsetzung einer papiersparenden Hochschulbürokratie.

Lohel bleibt!
Kein Homburg ohne unseren Buchvater. Lohel hat die Uni und ihre Student*innen in allen Zeiten unterstützt. Jetzt wird es Zeit, dass der Buchladen in diesen schweren Zeiten unterstützt wird. Wir fordern, dass der Buchladen soweit wie möglich von der Universität des Saarlandes im Falle eines Konkurses finanziell unterstützt wird.

Plündert das Sparschwein! – für eine ausfinanzierte Volluniversität
Die Diskussion über Einsparpotential und ein fast einmaliger Investitionsstau seit Jahrzehnten ist für jeden Studierenden während seines täglichen Campuslebens unübersehbar.
Deshalb fordern wir:
• Eine breit angelegtes und ausfinanziertes Studienangebot – Breitenlehre anstatt reiner Spitzenförderung. Verbunden mit mehr Personal in der Lehre.
• Die Sanierung aller Universitätsgebäude.
• Einen Masterplan Hochschule der Landesregierung, um den Wissenschaftsstandort Saarland auch in Zukunft attraktiv zu gestalten.

Für einen diversen, internationalen und familiengerechten Campus
Eine Universität lebt von den verschiedenen persönlichen Hintergründen ihrer Studierenden. Jede Art von Diskriminierung hat an der Universität keinen Platz und es muss gegen Diskriminierung geschlossen vorgegangen werden!
Deshalb fordern wir:
• Geschlechtsneutrale Toiletten in jedem Gebäude der Universität am Campus Saarbrücken und Campus Homburg.
• Bekenntnis der Universität zur Gleichstellung von LGBTQI– Menschen. • Förderung von Frauen in der Wissenschaft.
• Ein Akkreditierungsverfahren von studentischen Vereinigungen auf dem Campus.
• Keine Klausurtermine an hohen religiösen Feiertagen.
• Ein Mentoringprogramm für Studierende mit Fluchtbiographie.
• Eine Unterstützung des Projekts Refugee-Law-Clinic Saar e.V. und StudentsWelcomeRefugees von Seiten der Universität.
Wir bekennen uns zur internationalen Ausrichtung unserer Universität. Wir möchten uns auch in Zukunft für die internationale Ausrichtung der Universität einsetzen und das internationale Angebot weiter ausbauen.
Konkret fordern wir:
• Ausbau des Netzes an Partneruniversitäten (vor allem im Bereich der englischsprachigen Studiengänge) um die internationale Mobilität zu stärken.
• Eine Wohnheimplatzgarantie für internationale Studierende.
• Ausbau der Vermittlung interkultureller Kompetenzen innerhalb des Studiums.
• Gelebte Dreisprachigkeit im universitären Alltag.
• Ausweitung des Angebots des Sprachenzentrums.
Eine Familie zu haben darf keine zusätzliche Belastung während des Studiums darstellen.
Zur Unterstützung von jungen Familien fordern wir:

• Ruheräume für Schwangere und stillende Mütter.
• Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten am Campus, sowie kindgerechte Arbeitsräume.
• Planungssicherheit in Studium und Klinikabschnitt in der Medizin.
• Ausbau von Vernetzungsangeboten für Eltern.
• Ausbau des Beratungsangebots für Studierende mit Kind.

Demokratisierung der Universität
Dass Professorinnen grundsätzlich die absolute Mehrheit der Stimmen in universitären Gremien stellen, ist bevormundend und nicht zeitgemäß. Die Mitarbeit in der akademischen und studentischen Selbstverwaltung muss für Studierende attraktiv sein. Deshalb fordern wir:

• Einführung einer Drittelparität in allen Gremien der akademischen Selbstverwaltung.

• Verkürzung der Amtszeiten der Gremien der akademischen Selbstverwaltung auf 2 Jahre.

• Eine finanzielle Entschädigung für studentische Vertreterinnen in universitären Gremien.
• Transparenz in der Entsendung von studentischen Mitgliedern in solche Gremien

Studentischen Hilfskräften eine Stimme geben!
Der Arbeitsbereich der studentischen Hilfskräfte an der Universität ist der einzige Bereich ohne eigene Arbeitnehmer*innenvertretung. Für uns gehört faire Arbeit zu den wichtigsten Bereichen unserer politischen Arbeit.
Wir fordern:
• Eine Vertretung der studentischen Hilfskräfte durch den Personalrat für das akademische Personal mit aktivem und passivem Wahlrecht bei Personalratswahlen.
• Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für studentische Mitarbeitende.
• Eine stetige Entfristung von Arbeitsverträgen von studentischen Mitarbeitenden im administrativen Bereich.
• Mindestlohn von mindestens 12 Euro für studentische Hilfskräfte

Gegen prekäre Arbeitsverhältnisse im akademischen Mittelbau
Der Wissenschaftsbereich gilt aufgrund der aktiven Befristungspraxis und unzureichenden Aufstiegschancen als einer der prekärsten Bereiche der Arbeitswelt. Wir setzen uns für eine Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetz auf Bundesebene ein. Wir sehen auch auf saarländischer und universitärer Ebene weitergehendes Handlungspotential.
Wir fordern:
• Ein freiwilliges Bekenntnis der Universität zu einer Mindestbefristungsdauer von 2 Jahren bei Forschungsstellen aus Hauptmitteln.
• Ein freiwilliges Bekenntnis der Universität zur Entfristung von Stellen im Bereich der Lehre.
• Ausbau von Juniorprofessuren und eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von Privatdozierenden.

Campus kann Kultur!
Eine Campus Universität ist ein verdichteter Raum voll von Ideen und Kreativität, der unglaubliches Potential in sich birgt. Kultur auf dem Campus erleichtert die Begegnung zwischen Studierenden, bietet ein hochwertiges Freizeitpotential neben dem Studium und bietet wechselseitige Entwicklungsmöglichkeiten für Wissenschaft und Kunst. Campus Kultur entsteht aber nicht von selbst, sondern braucht Menschen mit Ideen und Institutionen, die diese unterstützen. Deshalb fordern wir die Bereitstellung von Räumen und Ressourcen für kulturelle Gruppen!